Zivil-militärische Zusammenarbeit im Fokus
Premiere für die Euro Defence Expo (EUDEX): Vom 22. bis 25. September präsentieren erstmals 359 Aussteller aus 28 Nationen in der Messe Essen ihre Technologien, Produkte und Lösungen für die Verteidigungsindustrie. Die neue internationale Fachmesse bringt Unternehmen, Streitkräfte, Beschaffungsstellen, Forschung und Politik zusammen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der zivil-militärischen Zusammenarbeit: Parallel zur EUDEX findet mit der Security Essen die Leitmesse für Sicherheit mit über 500 Ausstellern statt. Gleichzeitig treffen sich hochrangige militärische Vertreter aus den NATO-Mitgliedsstaaten zur Jahreskonferenz des NATO-Kompetenzzentrums Joint Air Power Competence Centre (JAPCC).
Zum Start der EUDEX sagte NRWs Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: „Nordrhein-Westfalen übernimmt Verantwortung für Frieden und Freiheit in Europa. Dazu haben wir mit leistungsfähiger Industrie, innovativem Mittelstand, Spitzenforschung und technologischer Kompetenz einiges zu bieten. Mit der europäischen Fachmesse für die Verteidigungsindustrie EUDEX wird Essen zu einem wichtigen Treffpunkt für Industrie, Forschung und Politik. Dass die EUDEX in Nordrhein-Westfalen stattfindet, unterstreicht die Bedeutung und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes als leistungsstarker Standort der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.“
Breites Spektrum militärischer und ziviler Kompetenzen
Die Bandbreite der Aussteller zeigt die inhaltliche Tiefe der neuen Fachmesse: Mit Heckler & Koch, KNDS, Leonardo und dem Metallwerk Elisenhütte sind klassische Unternehmen der Verteidigungsindustrie ebenso vertreten wie junge Technologieanbieter, darunter ARX Robotics und STARK. Gleichzeitig öffnet die EUDEX den Verteidigungssektor gezielt für Kompetenzen aus anderen Industriezweigen. Auf dem Gemeinschaftsstand der Weltleitmesse SCHWEISSEN & SCHNEIDEN präsentieren 14 Unternehmen Technologien für Fertigung, Instandhaltung und Modernisierung. Dazu gehört unter anderem CLOOS mit automatisierten Schweiß- und Robotersystemen. Mit der NATIONAL-BANK ist zudem ein Finanzinstitut auf der EUDEX vertreten, das Unternehmen bei Finanzierungsfragen begleitet.
Die ausstellenden Unternehmen decken insgesamt ein breites Spektrum ab: Sie präsentieren Lösungen für Schutzausrüstung, ABC-Abwehr, Logistik und Versorgung sowie Führungs- und Kommunikationstechnologien, Aufklärung und Überwachung, Training und Simulation. Hinzu kommen unbemannte Systeme und Robotik, KI und Software sowie Fahrzeuge und Großgeräte. Im Ausstellungsbereich Modern Industrial Manufacturing stehen fortschrittliche Produktionsverfahren im Mittelpunkt, die eine hochpräzise, skalierbare und digital vernetzte Fertigung ermöglichen.
„Verteidigungsfähigkeit und Resilienz sind heute mehr denn je auch eine Frage industrieller Kompetenz. Dafür gilt es, die Zusammenarbeit zwischen Verteidigungsindustrie, ziviler Wirtschaft, Forschung und Streitkräften zu intensivieren“, erläutert Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen. „Genau hier setzt die EUDEX an: Sie vernetzt Akteure, die bislang nicht selbstverständlich miteinander im Austausch stehen, und schafft Raum für neue Partnerschaften und konkrete Kooperationen. Damit wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die zivil-militärische Zusammenarbeit in Europa nachhaltig voranzubringen.“
Rahmenprogramm fördert fachlichen Austausch
Auch das Fachprogramm fördert Vernetzung und fachlichen Austausch. Das EUDEX Forum bietet an allen vier Messetagen Keynotes, Panels und Fachvorträge. Bei der EUDEX Conference by CPM stehen insbesondere die zivil-militärische Zusammenarbeit, Resilienz sowie die Verbindung militärischer Bedarfe mit zivilen Potenzialen im Mittelpunkt. Live-Demonstrationen machen Technologien unter realitätsnahen Bedingungen erlebbar.
Zusätzliche Synergien entstehen durch die besondere Veranstaltungskonstellation in Essen: Zeitgleich zur EUDEX bringt die Security Essen die zivile Sicherheitswirtschaft zusammen, während zur Jahreskonferenz des NATO-Kompetenzzentrums Joint Air Power Competence Centre (JAPCC) hochrangige militärische Vertreter aus den NATO-Mitgliedsstaaten nach Essen kommen. Damit entstehen zusätzliche Möglichkeiten für den direkten Austausch zwischen Verteidigungsindustrie, ziviler Sicherheitswirtschaft und Streitkräften.
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